Dienstag, 28. September 2010

Hungern für das eigene Land - Mapuche im Hungerstreik

Ein Teil der Mapuche kämpft um ihr Land. Von der Regierung werden sie als Terroristen abgestempelt. 34 Inhaftierte sind deshalb seit über zwei Monaten im Hungerstreik.
Quelle.Taz.de

Montag, 27. September 2010

Mapuche-Konflikt vor der UNO

Chiles Präsident Piñera muss auf Kritik vor Generalversammlung in New York eingehen. Internationale Rügen wegen Anwendung von Diktatur-Gesetz

Quelle: Portal amerika21.de mehr lesen

Freitag, 24. September 2010

" Der runde Tisch ist eine Strategie von Piñera um seine Image vor der UN zu sauber"


Maria Traical , Sprecherin der politischen Gefangenen der Mapuche, die sich schon 75 Tagen im Hungerstreik befinden sagt dass die angepriesen runde Tisch des Präsidenten Sebastian Piñera daß in seiner Rede bei der UN betonte, es ist nur eine Taktik um seine internationale Image zu sauber, die fundamentalen Förderungen der Mapuche sind damit nicht gelöst.

Montag, 13. September 2010

Solidaritäts-Infoveranstaltung für den politischen Gefangenen der Mapuche


Aufruf zur Solidaritäts-Infoveranstaltung für den politischen Gefangenen der Mapuche, die sich seit dem 12. Juli im Hungerstreik in Chile befinden. Unterschriftsammlung für die Menschenrechte der Mapuche.

Am 18. September 2010, 10-18 Uhr vor der Reinoldikirche in Dortmund, mit Musik und Performance.

Wir laden herzlich auch Artisten und Künstler ein, die sich aktiv mit ihren Darbietungen präsent zeigen wollen.



Die Mapuches: Rühr meinen Mapuche nicht an

Am 12. August 2009 kam der junge Mapuche Jaime Mendoza Collio ums Leben. Ein chilenischer Polizist schoss ihm in den Rücken. Der 24-Jährige hatte mit ungefähr 50 anderen Aktivisten ein Stück Land besetzt, um von dem Eigentümer, einem Forstunternehmen, die Rückübertragung ihres Ahnenlandes einzufordern. Ein paar Tage später und ein paar Hundert Kilometer davon entfernt, nahm die Gruppe "Wechekeche" aus Santiago de Chile in ihrem improvisierten Studio einen Rap zum Gedenken an Jaime auf. Sie folgte damit der Mapuche-Tradition, musikalisch Widerstand zu leisten, welche die Band "Pirulonko", was "Raupenkopf" in der Mapuchensprache Mapudungun bedeutet, eingeführt hatte. Die Pirulonkos nahmen sich ein Beispiel an der Strategie ihrer Ahnen. Fünf Jahrhunderte zuvor hatte sich der Kriegshäuptling Lautaro die militärischen Techniken der Spanier abgeguckt, um diese im Krieg gegen die Eroberer anzuwenden. 1553 wurden die spanischen Conquistadores von Lautaro und seinen Kriegern zum ersten Mal auf chilenischem Territorium besiegt. Heute haben die Mapuche, 600.000 in Chile und 200.000 in Argentinien, mehr als 90 Prozent ihrer Ländereien verloren. Über die Angelegenheit schien schon Gras gewachsen zu sein. Aber die neue Mapuche-Generation, deren Angehörige in der Stadt leben und sich Mapurbe nennen, will den Kampf in musikalischer Form wieder aufnehmen. Einige Dutzend Bands wie "Pukutrinuke", "fick deine Mutter" auf Mapudungun, kombinieren Metal, Reggaeton oder Rap mit traditionellen Instrumenten der indigenen Bevölkerung. Der chilenische Staat scheint derweil die Kontrolle über die Situation zu verlieren. Er erhöht das Polizeiaufgebot und vervielfältigt die Zahl unschuldiger Opfer. Seit 2002 ist Jaime schon der dritte Mapuche, der durch die Kugel eines Polizisten getötet wurde.


Teil 2

Teil 3

Sonntag, 12. September 2010

Solidarität für die politischen Gefangenen der Mapuche-Nation in Chile


NEIN zum Anti-Terror-Gesetz, für die politische und territoriale Autonomie der Mapuche-Nation, für die Menschenrechte der Mapuche.

Seit dem 12. Juli 2010 befinden sich 34 politisch Gefangen der Mapuche in den Gefängnissen von Concepción, Lebu, Angol, Temuco und Valdivia im Hungerstreik, unter ihnen zwei Minderjährige.

Sie bestehen auf das Recht auf einen fairen Prozess, ein Ende der manipulierten Gerichtsverfahren mit anonymen Belastungszeugen und Praktiken, die gegen die Menschenrechte verstoßen, wie Bedrohung und psychologische sowie physische Folter.

Die Verwendung des Anti-Terror-Gesetzes, um Mapuche Gewalttaten zu bezichtigen, verletzt die Garantie der grundlegenden Menschenrechte.

Nach 60 Tagen seit dem Beginn des Hungerstreiks der politischen Gefangenen vom Volk der Mapuche haben sie immer noch keinen konkreten Vorschlag zu ihren Forderungen von der chilenischen Regierung bekommen. Sie fordern:

- Die Nicht-Anwendung des Anti-Terror-Gesetzes in ihren Verfahren, sondern die alleinige Anwendung des Strafgesetzbuches der Zivilprozessordnung.

- Nein zur doppelten Strafverfolgung, d.h. keine Verfolgung eines Verbrechens sowohl durch einen militärischen als auch einen zivilen Staatsanwalt.

- Demilitarisierung der Mapuchegebiete

Diese Forderungen sind mit dem Recht auf einen fairen Prozess verbunden, dass jeder Mensch haben sollte, wenn er vor einem Gericht steht. Eine Situation, die heute die politischen inhaftierten Mapuche nicht haben.

Das Anti-Terror-Gesetz 18.314, das noch aus der Zeit der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet aus dem Jahr 1984 stammt, wird weiterhin als Rechtsgrundlage für die Festnahme von Beteiligten an politischen Protestaktionen benutzt. Dieses Gesetz wird dabei ausschließlich gegen Mapuche angewandt und erlaubt es, Verdächtige auch ohne Verurteilung bis zu zwei Jahre in Untersuchungshaft festzuhalten.

Das Anti-Terror-Gesetz ist ein rassistisches Gesetz, weil bei ähnlichen oder noch schlimmeren Taten als denen, die den Mapuche vorgeworfen werden, dieses Gesetz nicht angewendet wird. Das Anti-Terror-Gesetz wird nur in den Mapuche-Gebieten vom Bio-Bio bis zum Süden ausgeübt, während in anderen Teilen des Landes die zivile Strafprozessordnung angewendet wird.

Es ist ein politisches Gesetz, weil es Ideen und nicht die Schwere des Sachverhalts verfolgt. Die heutigen Mapuche Forderungen sind fair und gerecht und zuvor schon von verschiedenen internationalen Organisationen wie der UNO, dem Inter-American Court of Human Rights, dem WHR und mehreren Menschenrechtsorganisationen beim chilenischen Staat (Exekutive, Judikative und Legislative) eingefordert worden.

Die politischen inhaftierten Mapuche werden diesen Hungerstreik alle bis zum Schluss durchführen, heute mehr denn je, für unsere Überzeugung und ihn nur dann einstellen, wenn ihre Forderungen erfüllt werden.

Forderungen der Mapuche-Nation:

  • NEIN ZUR ANWENDUNG DES ANTI-TERROR-GESETZES

  • ENDE DER DOPPELTEN PROZESSIERUNG DURCH DIE ZIVILE UND MILITÄRISCHE EXEKUTIVE

  • DEMILITARISIERUNG DER MAPUCHEGEBIETE

Geschr.9.9.2010




Dienstag, 7. September 2010

Solidaritätveranstaltung mit den politischen Gefangene- Mapuche

Derzeit sind 34 politische Gefangene-Mapuche in den Gefängnissen von Concepción, Lebu, Angol, Temuco und Valdivia, die sich im Hungerstreik befinden, unter ihnen zwei Minderjährige.

Solidarität- Infoveranstaltung mit den politischen Gefangenen-Mapuche, die sich seit dem 12. Juli im Hungerstreik in Chile befinden.

Am 18. September 2010, 10:00 - 18:00 Uhr vor der Reinoldikirche in Dortmund.

Wir laden herzlich auch Artisten ein, die sich aktiv mit Ihren Darbietungen präsent zeigen wollen.

Mehr Infos: Tel.0231-1506535, mail: elena.urrutia@arcor.de



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