Sonntag, 22. Juli 2012

UNTERSCHRIFTENAKTION: STOPP DIE GEWALT AN DAS MAPUCHEVOLK IN CHILE




AUFRUF
AN ALLE ORGANISATIONEN UND ALLE PERSONEN, DIE
DIE MENSCHENRECHTE UND DEN FRIEDEN ACHTEN
DIE GEWALT GEGEN DIE MAPUCHE IN CHILE ZU BEENDEN!

Europa, 18. Juli 2012





Die Mapuche-Gemeinden im Süden Chiles, die Anspruch auf historische Landrechte erheben, sind in ihren Häusern durch gewaltsame Razzien und einen starken Anstieg der Polizeigewalt betroffen.


100 bis 200 uniformierte Polizisten betreten dabei die Gemeinden mit verschiedenen motorisierten Mitteln (Panzer, gepanzerte Jeeps, LKW, Busse, Wasserwerfer, Hubschrauber), ausgestattet mit großen Mengen an Waffen und Munition verschiedener Kaliber, darunter UZI Maschinenpistolen (eine Kriegswaffe) und Tränengas. Dabei wird keine Rücksicht genommen auf Säuglinge, Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen. Diese anhaltende, geplante und extreme Gewalt traumatisiert insbesondere die Kinder. Sie leiden unter der physischen und psychischen Misshandlung und erleben die Polizeigewalt gegen Mitglieder ihrer Familie. Eine Therapie ist schwierig bis unmöglich, weil immer wieder neue Razzien auftreten und ein Rückfall verheerend wäre.
Als Basis der überzogenen Polizeiaktionen hält das sogenannte Antiterrorgesetz 18.314 her, das noch aus der Zeit der Diktatur stammt und die Anwendung von "Sondermaßnahmen" billigt. Nach Anschuldigungen von anonymen Zeugen werden sogar Minderjährige als Terrorismusverdächtige inhaftiert.
Die Gemeinden leiden unter gewalttätigen Razzien und ständiger juristischer Verfolgung so sehr, dass selbst der nationale Bürgerbeauftragte Georgy Schubert die Leistung der Polizei-Spezialeinheiten als "unverhältnismäßig" beschrieb und die Staatsanwaltschaft aufrief, "das offizielle Verhalten des Staatsanwaltes Luis Chamorro" zu beurteilen, der an allen Razzien beteiligt ist.
Vor kurzem hat Amnesty International Chile einmal mehr die Behörden aufgerufen, die Rechte des Mapuche-Volkes zu respektieren und Menschenrechtsverletzungen zu bestrafen, und schlägt auch Alarm, dass die Berichte der Gemeinschaften sich mehren.
WIR FORDERN

- Die Beendigung der bewaffneten Aggression und Gewalt begangen gegen Mapuche-Gemeinden, die Anspruch erheben auf ihr angestammtes Land und ihre Rechte zurückfordern.
- Die Beendigung der Razzien und der Militarisierung der Mapuche-Gemeinden.
- Die Beendigung der Nutzung des Antiterrorismusgesetzes Nr. 18314, der Militärgerichtsbarkeit und der doppelten Gerichtsverfahren gegen Mapuche.
- Die Beachtung internationaler Verträge durch den chilenischen Staat, wie z.B. ILO-Konvention 169, und alle Vereinbarungen zur Durchsetzung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.


oder
s
chreiben Sie bitte eine e-mail an dignidad.mapuche@yahoo.com
Signieren Sie mit den folgenden Informationen:
Name oder Organisation, Land, e-mail

IL CERCHIO ONLUS, (Italien) zur Unterstürtzung der indigenen Völker,
HARALD EDELSTAM, ( Suecia) europäische Komision Menschenrechte und indigene Völker
MARICHIWEU, (Deutschland) Kulturverein für die Menschenrechte der Mapuche