Sonntag, 28. Oktober 2012

Einladung Filmvorführung: Der Kampf um Brasiliens letze Wälder

 Ein Film von Marco Keller
2011, Portugiesisch, Guaraní und Deutsch mit UntertitelnFSK 12
   
Schauburg Lichtspiel + Kunsttheater - Brückstr. 66, Dortmund

FREITAG, 2 NOVEMBER 2012
19:45 UHR



Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer menschlichen Tragödie. Dieses einzigartige für uns alle lebenswichtige Ökosystem wird Tag für Tag durch Holzfäller, Soja-Bauern, Maisanbauer und Viehzüchter zerstört. Vor allem aber kapitalkräftige, ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Regenwald und der dort lebenden Tiere und Menschen. KAHLSCHLAG – der Kampf um Brasiliens letzte Wälder zeigt, wie sich die Ureinwohner mit der Tatsache konfrontiert sehen, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen sie ein letztes Stück Identität zu bewahren.

„Es sind die Betroffenen selbst, die durch ihre Lebensberichte der Filmhandlung die Dramaturgie verleihen. Die Menschen sprechen von ihrem Schicksal, der Ausbeutung durch ein wirtschaftliches System, der rücksichtslosen Zerstörung der Natur, der Ansiedelung internationaler Agrar- und Lebensmittelkonzerne und von ihrem alltäglichen Kampf gegen diese Umstände, sowie den vielseitigen Anstrengungen zur Bewahrung ihrer Kultur. Dennoch bleibt der Film nicht negativ, er zeigt die ausgewogene Lebensweise einzelner Protagonisten und stellt positive Möglichkeiten vor, sein eigenes Schicksal und das anderer Menschen in die Hand zu nehmen.“





- Eintritt 4 EURO - Der Erlös kommt MARICHEWEU...für die Menschenrechte der Mapuche zugute.

Iberomerikakreis, als Kooperationspartner von Amnesty International Hochschulgruppe Dortmund

Der Film Kahlschlag

Dienstag, 9. Oktober 2012

Hungerstreik von Mapuche weitet sich aus





09.10.2012 06:44
Chile. Fünf Mapuche-Gefangene aus dem Gefängnis in Temuco in der chilenischen Region Araucanía haben sich dem Hungerstreik von anderen Inhaftierten angeschlossen. Leonardo Quijón, Luís Marileo, Fernando Millacheo, Guido Bahamondes und Cristián Levinao wollen mit ihrem Hungerstreik eine Verlegung nach Angol bewirken, damit sie bis zum Verhandlungsbeginn näher bei ihren Familien sein können. Sie bestehen unter anderem auf einem fairen Prozess, neutralen Richtern und einem Ende der brutalen Razzien in ihren Gemeinden. Keiner der Gefangenen ist älter als 27 Jahre.
Die vier Mapuche-Jugendlichen aus dem Gefängnis von Angol, die bereits seit dem 27. August ihren Protest aufrecht erhalten, leiden unter Schlafstörungen und haben bereits durchschnittlich zwölf Kilogramm abgenommen. Erick Montoya, Rodrigo Montoya, Paulino Levipan und Daniel Levinao fordern eine Revision ihrer Verurteilung wegen versuchten Mordes an einem Militärpolizisten und wegen illegalen Waffenbesitzes.
Das indigene Gemeindeoberhaupt Daniel Melinao sagte, dass die chilenische Regierung nicht Willens sei, sich der Situation der Hungerstreikenden anzunehmen.